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Neue und alte Medien

 

Projekttitel:

Mobile und aufsuchende medienpädagogische Arbeit mit Kindern – und Jugendlichen

 

Gefördert mit 5000 Euro von:

 

 

Datum Beginn:

23.08.2004

 

Datum Ende:

06.07.2005

 

Kurzbeschreibung der Maßnahmen:

Unser Konzept basiert auf der alten Sozialarbeiterregel: "Kinder und Jugendliche da abholen, wo sie stehen."

Wir möchten den traditionellen Computerunterrricht der Schulen und der Jugendsozialarbeit ins 21. Jh. holen. Da ein zentral eingerichteter PC-Raum hohe finanzielle Kosten verursacht und auch eine flexible Verfügbarkeit nicht gegeben ist, werden wir ausschließlich mit Laptops arbeiten. Die zu Beginn etwas höheren Anschaffungskosten (ca. 30%) der Laptops, im Vergleich zu handelsüblich PC’s, werden durch den Wegfall von Raummieten und die effektivere Nutzung mehr als kompensiert. Durch den schnellen und unproblematischen Transport (ein PKW ist vollkommen ausreichend) sind wir in der Lage, unseren „Computerraum“ in kürzester Zeit zu verlegen. Mit diesem Konzept werden Unterrichtseinheiten unabhängig von Öffnungszeiten eines Gebäudes (z.B. einer Schule, in der sich ein PC-Raum befindet oder eines Jugendzentrums), an fast jedem Ort möglich. Medienpädagogische Arbeit kann genau dort ansetzen, wo sie benötigt wird, bei einer flexibel Personalbestückung sind „Einsätze“ an Sonn- und Feiertagen ebenso denkbar, wie abends vor einer Diskothek.

 

Projektziel:

Inhaltlich möchten wir zunächst zwischen den Arbeit mit Kindern (bis 12 Jahren, bzw. bis zum Abschluss der vierten Klassen) und den Jugendlichen (weiterführende Schulen) unterscheiden.

 

Unsere Zielsetzung bei Kindern fußt auf drei Säulen, Interesse an der Technik wecken (auch und gerade bei Mädchen), den Umgang mit dem Medium Computer (Bedienungen, etc.) erlernen und mit dem Computer (aber auch TV, Video, etc.) sinnvoll umgehen (vom Verhalten im Internet, bis zu dem wacheren Umgang mit Spielen). Wichtig ist uns in diesem Bereich zudem die Zusammenarbeit mit den Eltern und Lehrern.

 

Genau wie bei den Kindern möchten wir bei den älteren SchülerInnen auf unseren drei Säulen (Interesse, Umgang, Verhalten) aufbauen. Hier jedoch müssen, je nach Alter, die Schwerpunkte anders gesetzt werden. Vielfach ist das Interesse am Medium bereits vorhanden, auch bei den Mädchen, wobei hier ein geschlechtsspezifischer Ansatz sinnvoll erscheint. Unser Schwerpunkt wird hier zunächst der Umgang mit dem Computer sein, den vielen Berufsformen ist dieser Grundvoraussetzung. In Hinblick auf die Arbeitsmarktsituation sind sichere EDV Kenntnisse zwingend. Vom reinen medienpädagogischen Standpunkt aus betrachtet, gebührt dem Bereich „Verhalten“ jedoch ein besonderer Stellenwert. Nie zuvor wurde Jugendschutz bei Computerspielen und im Internet so stark diskutiert, wie zur Zeit. Es sind gerade die 14-18 jährigen (vorwiegend männlichen) Jugendlichen, welche im Augenmerk der Öffentlichkeit stehen. Wir haben nicht die Illusion, das diese Jugendlichen nach unseren Unterrichts/beratungseinheiten nie wieder einen Ego-Shooter (z.B. Quake, etc.) auf ihrer Festplatte installieren. Wir möchten aber sensibilisieren und auch deutlich den Unterschied zwischen realer und virtueller Welt darstellen. Für Jugendliche ebenso interessant wie wichtig, ist die rechtliche Situation im Bereich „Copyrights“, den nie zuvor wurden in Deutschland soviele illegale Software-, Musik- und Video-CD- ROMs gebrannt, wie in den letzten Jahren.

 

Zielgruppe:

Überblick:

Das Konzept wendet sich an die Zielgruppe der 6-18 jährigen SchülerInnen, vorwiegend aus den Grundschulen (durch die Jugendhilfeplanung bestimmt), den Haupt-, und Realschulen, ggf. Berufsschulen.

Die heutige Arbeitsmarktsituation setzt bei den SchülerInnen umfassende Kenntnisse der neuen Medien voraus, auch in den klassischen Berufen. Die oftmals schlecht ausgestatteten Schulen sind nicht in der Lage, diese Kenntnisse im erforderlichen Maße zu fördern, da Sach- und Personalmittel nicht zur Verfügung stehen.

Dieses sozialpädagogische Konzept möchte, in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Schulen, bei diesem Mangel ansetzen. Ein Zusammenarbeit mit anderen Institutionen ist in Teilbereich ebenso sinnvoll, wie notwendig.

 

Anzahl der Teilnehmer:

500

 

Geplante Projektumsetzung:

In Zusammenarbeit mit dem AWO Kreisverband Braunschweig, dem AWO Jugendwerk BS, sowie den Schulen (zunächst nahe unserer Institution, später auch darüber hinaus). Möchten wir AGs, Workshops zu verschiedenen Themenbereichen anbieten (z.B. Jugendschutz, Computerspiele, Videoschnitt, PC- Anwendungen, etc.). Mit den Schulen zusammen würde wir zudem gerne auch spezielle Elternabende anbieten. Starten werden wir nach den Sommerferien mit konkreten AGs in/bei den Schulen, Elternabenden, Workshops im Rahmen des AWO Jugendwerkes. Wir möchten jedoch auch an Veranstaltungen teilnehmen, wie z.B. (Jugend/Kindertage, große Feste, z.B. Schools-out-Party), dies muss jedoch jeweils mit den Veranstaltern abgesprochen werden.


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